Beschreibung
Unterweisung Ladungssicherung: E-Learning in 21 Sprachen
Mit der Unterweisung Ladungssicherung der 123Ingenieure GmbH erfüllen Arbeitgeber ihre Unterweisungspflicht für jene Mitarbeiter, die Ladung sichern, verladen oder befördern. Als interaktives E-Learning vermittelt sie Fahrern von Nutzfahrzeugen, Verladern, Absendern und Fahrzeughaltern, wie sie Ladegut nach § 22 StVO („Ladung“) und der Richtlinie VDI 2700 („Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen“) vorschriftsmäßig sichern.
Die Teilnehmer können die Unterweisung am eigenen Bildschirm oder Smartphone sowie im eigenen Tempo durchführen. Nach bestandener Erfolgskontrolle, deren Mindestquote Sie frei festlegen können, wie z. B. 60 % oder 80 % richtig beantwortete Fragen, und der Unterschrift erstellt unsere Unterweisungssoftware den Unterweisungsnachweis automatisch als PDF.
Die Unterweisung Ladungssicherung ist in 21 Sprachen ab 6,95 € pro Mitarbeiter verfügbar. Den Zugang zu den Unterweisungsunterlagen erhalten Sie per E-Mail direkt nach Ihrem Kauf.
Warum muss Ladung überhaupt gesichert werden?
Ungesicherte Ladung verursacht jedes Jahr schwere Verkehrsunfälle. Nach Schätzungen gehen 20 bis 30 % der schweren Lkw-Unfälle auf eine mangelhafte Ladungssicherung zurück. Der Grund dafür liegt in der physikalischen Trägheit: Bei einer Vollbremsung drückt die Fracht mit voller Wucht nach vorne gegen das Führerhaus. In Kurven oder bei plötzlichen Ausweichmanövern rutscht oder kippt die ungesicherte Ware zur Seite und fällt von der Ladefläche auf die Straße.
Die Straßenverkehrsordnung (StVO) schreibt in § 22 StVO („Ladung“) vor, dass das Ladegut so verstaut und gesichert sein muss, dass es bei einer Vollbremsung oder einer plötzlichen Ausweichbewegung nicht verrutschen oder herabfallen kann. Auch auf kurzen Strecken muss Ladung vollständig gesichert sein, weil die vollen Beschleunigungskräfte bereits bei der ersten Bremsung wirken.
Wer ist für die Ladungssicherung verantwortlich?
Wenn es um die Verantwortung für die ordnungsgemäße Ladungssicherung im Straßenverkehr geht, kommen mehrere Beteiligte ins Spiel. Je nach Tätigkeit gibt es für jeden dieser Akteure unterschiedliche gesetzliche Hintergründe.
Die Kontroll- und Mitwirkungspflicht des Fahrzeugführers
Der Fahrzeugführer (Fahrer) trägt die unmittelbare Verantwortung während des Transports. Er muss sich vor Fahrtantritt durch eine Sichtkontrolle persönlich davon überzeugen, dass die Ladung vorschriftsmäßig gesichert ist und die Lastenverteilung stimmt (§ 22 StVO „Ladung“ und § 23 StVO „Sonstige Pflichten von Fahrzeugführenden“).
Wer als Fahrer mit einer erkennbar mangelhaften Sicherung der Ladung losfährt, übernimmt die volle Verantwortung für die Folgen. Auch während der Fahrt ist er für das regelmäßige Nachgurten und die Anpassung seines Fahrverhaltens zuständig.
Die Ausrüstungs- und Überwachungspflicht des Fahrzeughalters
Der Fahrzeughalter darf die Inbetriebnahme eines Fahrzeugs nicht anordnen oder zulassen, wenn die Ladungssicherung unzureichend ist oder das Fahrzeug nicht für den spezifischen Transport geeignet ist. Er steht in der Pflicht, technisch einwandfreie Fahrzeuge sowie zugelassene, unbeschädigte Hilfsmittel zur Ladungssicherung (wie geprüfte Zurrgurte, Sperrstangen oder Antirutschmatten) bereitzustellen.
Gesetzlich geregelt ist das in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO), konkret in § 31 StVZO („Verantwortung für den Betrieb der Fahrzeuge“). Als Unternehmer wird der Fahrzeughalter zudem durch die Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 70 („Fahrzeuge“) in die Pflicht genommen.
Die Verladepflichten von Absender und Verlader
Die physische Beladung unterliegt einer klaren rechtlichen Arbeitsteilung:
- Der Absender hat gemäß dem Handelsgesetzbuch (HGB) die Güter im gewerblichen Güterverkehr grundsätzlich beförderungssicher zu laden, zu stauen und zu befestigen, damit die Ware selbst schadenfrei bleibt, sofern vertraglich nichts anderes vereinbart wurde. Der Frachtführer sorgt parallel für die betriebssichere Verladung des Fahrzeugs (§ 412 HGB „Verladen und Entladen. Verordnungsermächtigung“).
- Der Verlader (bzw. der „Leiter der Ladearbeit“) haftet im öffentlichen Recht nach § 22 StVO („Ladung“) für die verkehrssichere Verstauung. Er trägt das Risiko, dass die Ladegüter so gesichert sind, dass sie selbst bei einer Vollbremsung oder einem plötzlichen Ausweichmanöver „nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können“.
Die gesetzliche Unterweisungspflicht des Unternehmers (§ 12 ArbSchG)
Arbeitgeber sind gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Mitarbeiter regelmäßig im Arbeitsschutz zu schulen. Gemäß dem Arbeitsschutzgesetz (§ 12 ArbSchG „Unterweisung“) und § 4 DGUV Vorschrift 1 („Unterweisung der Versicherten“) muss die Unterweisung Ladungssicherung vor der ersten Tätigkeitsaufnahme und danach mindestens einmal jährlich (bei Jugendlichen halbjährlich gemäß § 29 JArbSchG „Unterweisung über Gefahren“) durchgeführt werden. Sie stellt sicher, dass das Verladepersonal und die Fahrer die physikalischen Gesetzmäßigkeiten sowie die aktuellen Sicherungsmethoden sicher beherrschen.
Die Richtlinienreihe VDI 2700 als anerkannte Regel der Technik
Bei der praktischen Umsetzung aller Sicherungsmaßnahmen bildet die Richtlinie VDI 2700 („Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen“) das technische Rahmenwerk in Deutschland. Obwohl die VDI 2700 kein formelles Gesetz ist, gilt sie als anerkannte Regel der Technik und konkretisiert die allgemeinen Anforderungen aus § 22 StVO („Ladung“).
Sie liefert die verbindlichen Berechnungsmethoden für Zurrkräfte und definiert Standards für formschlüssige, kraftschlüssige sowie kombinierte Sicherungsverfahren. Bei Polizeikontrollen oder gerichtlichen Auseinandersetzungen wird die Richtlinienreihe VDI 2700 stets als objektiver Maßstab für eine ordnungsgemäße Ladungssicherung herangezogen.
Die Inhalte der Unterweisung Ladungssicherung der 123Ingenieure GmbH
Die meisten Fehler bei der Sicherung von Ladungen, wie verrutschende Ladung oder eine Überladung, entstehen aus Zeitdruck, eingespielten Gewohnheiten oder mangelndem Wissen im Bereich Ladungssicherung.
Eine wirksame Unterweisung muss direkt bei den tatsächlichen Abläufen der Mitarbeitenden ansetzen. Unsere Unterweisungsvorlage zur Ladungssicherung greift genau diesen praxisorientierten Ansatz auf und verknüpft die realen Handgriffe im Betrieb mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen.
Die Grundlagen für eine effektive Unterweisung Ladungssicherung bilden die Gefährdungsbeurteilung, die Betriebsanweisung sowie die für den jeweiligen Bereich relevanten Rechts- und DGUV-Vorgaben gemäß § 12 ArbSchG („Unterweisung“) und § 12 BetrSichV („Unterweisung und besondere Beauftragung von Beschäftigten“).
Die Unterweisungsvorlage der 123Ingenieure GmbH führt die Teilnehmer als interaktives E-Learning Schritt für Schritt durch alle Bereiche der Ladungssicherung und gliedert sich in folgende Themenblöcke:
- Recht und Haftung: Einstieg über typische Unfallmuster, die Folgen von Sicherungsfehlern und die genaue Haftungsverteilung unter den am Transport Beteiligten nach § 22 StVO und der technischen Richtlinie VDI 2700.
- Physikalische Grundlagen: Praxisnahe Vermittlung von Trägheitsgesetz, Reibungsbeiwert und Beschleunigungskräften sowie die Ermittlung von Schwerpunkt und korrekter Lastverteilung auf dem Fahrzeug.
- Sicherungspraxis und Material: Ausführliche Erklärung aller drei anerkannten Sicherungsmethoden und der vorschriftsmäßigen Prüfung von Zurrmitteln auf Beschädigungen und Nutzungssicherheit.
- Spezialfracht und Sonderregeln: Richtiger Umgang mit spezifischen Gütern wie palettierter Ware oder schweren Maschinen sowie Hinweise zu den zusätzlichen ADR-Schulungen bei Gefahrgut.
- Kontrollen der Ladungssicherung im Alltag: Die gesetzlichen Prüfpflichten vor Fahrtantritt, während der Fahrt und am Zielort sowie das richtige Verhalten bei einer Polizeikontrolle.
Wie erhalten Sie die Unterweisungsnachweise Ihrer Mitarbeiter?
Sobald Ihre Mitarbeiter die Unterweisung Ladungssicherung erfolgreich abgeschlossen haben, bekommen Sie als Arbeitgeber die Unterweisungsnachweise gesammelt von uns zugesandt. Bestandskunden können die Nachweise zusätzlich in der 123DocuCloud hinterlegen. In unserem Kundenportal lassen sich alle Nachweise sowie weitere Arbeitsschutzdokumente und Prüfprotokolle sicher ablegen, sodass sie bei einer Betriebsbesichtigung durch die Arbeitsschutzbehörde oder die Berufsgenossenschaft sofort griffbereit sind.
Wie viel kostet die Unterweisung Ladungssicherung der 123Ingenieure GmbH?
Die Unterweisung Ladungssicherung ist ab 6,95 € pro Mitarbeitenden erhältlich und steht als interaktive Online-Lernplattform in 21 Sprachen zur Verfügung. Die passenden Sprachversionen können Sie direkt vor dem Kauf auswählen. Unser System ermöglicht es, für jedes Teammitglied die passende Lizenz flexibel zu kaufen, wodurch auch internationale Abteilungen passgenau geschult werden können. Die Bereitstellung der Unterweisungsvorlage erfolgt direkt nach dem Kauf per E-Mail.
Weitere Unterweisungsvorlagen, wie die Arbeitsschutzunterweisung, die jedes Unternehmen benötigt, finden Sie auf unserer Produkt-Kategorien-Seite „Unterweisungen“.
FAQ: Häufige Fragen rund um die Ladungssicherung
Wie oft muss die Unterweisung Ladungssicherung durchgeführt werden?
Die Unterweisung Ladungssicherung muss vor der ersten Tätigkeit erfolgen. Danach muss der Arbeitgeber sie nach § 4 DGUV Vorschrift 1 („Unterweisung der Versicherten“) mindestens einmal jährlich wiederholen. Bei Jugendlichen muss die Unterweisung nach § 29 JArbSchG („Unterweisung über Gefahren“) mindestens halbjährlich stattfinden. Bei neuen Fahrzeugen oder veränderten Ladungsarten muss der Arbeitgeber zusätzlich unterweisen.
Welche Möglichkeiten der Ladungssicherung gibt es?
Die Praxis kennt drei Grundprinzipien der Ladungssicherung:
- Formschlüssige Ladungssicherung: Bei der formschlüssigen Ladungssicherung steht die Ladung lückenlos an festen Begrenzungen an, etwa an der Stirnwand oder den Bordwänden. Ganz nach dem Motto: „Was keinen Platz zum Verrutschen hat, bleibt an seinem Platz.“ Verbleibende Lücken müssen mit Sperrbalken, Staupolstern oder Füllmaterial geschlossen werden.
- Kraftschlüssige Ladungssicherung: Zurrgurte pressen die Ladung bei der kraftschlüssigen Ladungssicherung auf die Ladefläche. Die Vorspannkraft erhöht die Reibung zwischen Ladung und Ladefläche. Je höher diese Reibung ausfällt, desto stärker hält die Ladung. Ein zu locker gespannter Zurrgurt trägt daher nur mangelhaft zur Sicherung bei.
- Kombination aus Formschluss und Kraftschluss: Die meisten Ladungen lassen sich am sichersten durch eine Kombination aus formschlüssiger und kraftschlüssiger Ladungssicherung halten. Eine Antirutschmatte erhöht dabei die Reibung und verringert die Zahl der nötigen Zurrgurte.
Weiterführende Information dazu finden Sie auch in unserem Beitrag „Ladungssicherung Lkw“.
Welche Folgen kann eine mangelnde Ladungssicherung für Unternehmen haben?
Wenn ein Betrieb die Vorgaben zur Ladungssicherung vernachlässigt, übersteigen die realen wirtschaftlichen und rechtlichen Risiken die reinen Bußgelder bei einer Verkehrskontrolle erheblich. Die Konsequenzen können die Existenz des gesamten Unternehmens gefährden.
- Stellen die Kontrollbehörden Mängel fest, wird das Fahrzeug vor Ort sofort stillgelegt. Die Weiterfahrt bleibt untersagt, bis die Ladung vorschriftsmäßig nachgesichert oder umgeladen wurde. Für das Unternehmen führt dies zu Verzögerungen, dem Verpassen von Lieferfenstern, drohenden Konventionalstrafen der Kunden sowie hohen Zusatzkosten für Abschleppdienste oder Umladearbeiten.
- Bei systematischen Verstößen, beispielsweise um Zeit oder Sicherungsmaterial einzusparen, können die Behörden das Verfahren der wirtschaftlichen Vorteilsabschöpfung anwenden. Dabei wird nicht nur ein Bußgeld verhängt, sondern der gesamte finanzielle Ertrag des Transportauftrags eingezogen. Der rechtswidrig erlangte wirtschaftliche Vorteil wird somit vollständig eliminiert.
- Wiederholte schwere Mängel bei der Ladungssicherung können dazu führen, dass die zuständigen Behörden die gewerberechtliche Zuverlässigkeit des Unternehmers oder des Verkehrsleiters infrage stellen. Dies kann im äußersten Fall zum Entzug der Güterkraftverkehrslizenz führen, was ein sofortiges Betriebsverbot für das Transportunternehmen bedeutet.
- Sobald ungesicherte Fracht einen Unfall mit Personenschäden verursacht, gilt das Strafrecht. Die Ermittlungen richten sich dann nicht nur gegen das Fahrpersonal, sondern ebenso gegen die verantwortlichen Verlader und den Fahrzeughalter im Unternehmen. Es drohen persönliche Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung oder fahrlässiger Tötung, die mit hohen Geldstrafen oder Freiheitsstrafen enden können.
- Versicherungen prüfen nach einem Schadensfall genau, ob die Ladung ordnungsgemäß gesichert war. Liegt eine erhebliche Mangelhaftigkeit vor, wird dies oft als grobe Fahrlässigkeit eingestuft. In der Folge verweigern Kaskoversicherungen die Regulierung des eigenen Schadens an Fahrzeug und Ladung. Zudem fordern Haftpflichtversicherungen die gezahlten Summen für Drittschäden im Wege des Regresses vom Unternehmen zurück.
- Schwere Unfälle durch herabfallende Ladung schädigen den Ruf eines Transportdienstleisters nachhaltig. Auftraggeber meiden Logistikpartner, die durch mangelhafte Sicherheitsstandards auffallen oder deren Zuverlässigkeit durch behördliche Verfahren gefährdet ist.
Um Unternehmen vor diesen weitreichenden Risiken zu schützen und eine ordnungsgemäße Ladungssicherung sowie rechtssichere Organisation im Fuhrpark zu gewährleisten, bietet die 123Ingenieure GmbH die Dienstleistung der Verkehrsleitung deutschlandweit an.









Harald H. –
Ideal für unsere Fahrer👍🏼👍🏼👍🏼👍🏼