Unsere Empfehlung
Sie möchten lieber gleich eine Gefährdungsbeurteilung, die hält? Die Sicherheitsingenieure der 123Ingenieure GmbH bewerten die Lage in Ihrem Betrieb vor Ort und verantworten das Ergebnis, von der Gefährdungsbeurteilung inklusive psychischer Belastungen bis zur vollständigen sicherheitstechnischen Betreuung. Sprechen Sie uns an, bevor die nächste Betriebsbesichtigung ansteht.
Angenommen, Sie erstellen eine Gefährdungsbeurteilung mit KI und es kommt zu einem Arbeitsunfall in Ihrem Betrieb. Bei der Untersuchung des Unfallhergangs zeigt sich, dass die KI-basierte Gefährdungsbeurteilung unvollständig oder fehlerhaft war. Wer haftet jetzt dafür? Das Unternehmen, das das KI-Tool zur Verfügung gestellt hat, oder Sie als Arbeitgeber? Die Gesetzeslage ist in diesem Fall eindeutig: Gemäß dem Arbeitsschutzgesetz und der Betriebssicherheitsverordnung sind Sie als Arbeitgeber für den Arbeitsschutz verantwortlich. Sie müssen Ihren Mitarbeitern geeignete und sichere Arbeitsmittel zur Verfügung stellen. Das schließt auch KI-Lösungen mit ein. In diesem Beitrag der 123Ingenieure GmbH beleuchten wir die Stärken und Schwächen von Gefährdungsbeurteilungen, die mithilfe einer KI-Anwendung erstellt wurden.
Was kann KI bei der Gefährdungsbeurteilung heute schon leisten?
Die Bandbreite KI-gestützter Softwarelösungen für den Arbeitsschutz wächst rasant. Die Qualität und Zuverlässigkeit dieser Systeme stehen und fallen jedoch mit ihrer Datengrundlage. Um fundiert zu untersuchen, wie Künstliche Intelligenz Akteure im Arbeitsschutz – in diesem Fall Fachkräfte für Arbeitssicherheit – in der Praxis unterstützen kann, hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ein umfassendes Forschungsprojekt initiiert.
Zu Beginn des Projekts wurden zunächst in Experteninterviews die konkreten Bedürfnisse von Sicherheitsfachkräften ermittelt. Auf dieser Basis entwickelten die Beteiligten in praxisnahen Workshops konkrete Szenarien für eine gelungene Mensch-KI-Interaktion. Das Kernstück der Arbeit bildete schließlich die Implementierung eines funktionalen, KI-basierten Software-Prototyps. Um höchste Verlässlichkeit zu garantieren, nutzt dieses System die sogenannte „Retrieval Augmented Generation“-Technologie (RAG).
Das bedeutet: Das zugrundeliegende Große Sprachmodell (Large Language Model, LLM) leitet seine Antworten zielgerichtet und ausschließlich aus einer Datenbank mit aktuellen, gesicherten Quellen ab, wie etwa dem Arbeitsschutzgesetz oder den Technischen Regeln für Betriebssicherheit und Gefahrstoffe.
Nach der Entwicklung wurde der Prototyp in einer Studie mit 28 Fachexperten ausgewertet. Die Ergebnisse sind vielversprechend und zeigen, dass KI die Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen bereits heute wirksam unterstützen kann. Der entwickelte KI-Assistent hilft verlässlich dabei, Gefährdungen zu identifizieren und konkrete Maßnahmenvorschläge zu generieren. Das Forschungsprojekt der BAuA zeigt also, dass fundierte Antworten möglich sind, wenn die KI strengen Regeln und einer verifizierten Datenbasis unterworfen wird.
Wo hilft KI beim Erstellen der Gefährdungsbeurteilung wirklich?
Nicht jede KI-Anwendung auf dem Markt ist nach dem Prinzip des BAuA KI-Assistenten gebaut. Viele Programme stützen sich auf breitere, weniger kontrollierte Datenquellen, wodurch die Qualität ihrer Vorschläge dementsprechend schwanken kann.
Damit KI im Arbeitsschutz wirksam eingesetzt werden kann, braucht es aber auch auf der Anwenderseite Wissen. Verantwortliche und betriebliche Arbeitsschutzakteure wie Sicherheitsbeauftragte müssen einschätzen können, ob ein KI-Vorschlag zur tatsächlichen Lage im Betrieb passt.
Das eingangs beschriebene Haftungsrisiko bei einem Arbeitsunfall aufgrund einer mangelhaften Gefährdungsbeurteilung zeigt, warum dieser Schritt der menschlichen Überprüfung und Kontrolle nicht entfallen darf.
Die KI schlägt vor, der Mensch entscheidet
Innerhalb dieser Grenzen kann KI die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung an konkreten Stellen unterstützen. Eine Gefährdungsbeurteilung folgt festen Schritten. Sind die Arbeitsbereiche und Tätigkeiten erst einmal festgelegt, kann die KI für jeden Arbeitsbereich und jede Tätigkeit mögliche Gefährdungen vorschlagen, dazu passende Formulierungen liefern und erste Maßnahmen nennen.
Hier beginnt nun die eigentliche fachliche Arbeit. Ein Verantwortlicher muss jeden KI-Vorschlag auf die realen Bedingungen am Arbeitsplatz überprüfen und entscheiden, was übernommen, geändert oder gestrichen wird.
Wo KI bei der Gefährdungsbeurteilung an Grenzen stößt
Die Schwächen einer KI-gestützten Gefährdungsbeurteilung zeigen sich erst bei genauem Hinsehen, was im Schadensfall oft zu spät sein kann.
- Zu wenig brauchbare Daten: Eine wirksame Gefährdungsbeurteilung mit KI setzt eine ausreichende Menge hochwertiger Daten voraus. Genau daran fehlt es vielen Anwendungen, denn jeder Betrieb ist anders. Allgemeine Trainingsdaten bilden die tatsächlichen Problemstellungen vieler Unternehmen nur grob ab.
- Keine Kenntnis der realen Lage: Die KI kann die tatsächlichen Arbeitsbedingungen nicht beurteilen und ersetzt keine Betriebsbegehung vor Ort. Vorgeschlagene Gefährdungen sind deshalb immer nur ein Anhaltspunkt, nie das Resultat. Jeder Vorschlag muss auf die realen Bedingungen am Arbeitsplatz geprüft werden.
- Betriebsspezifische Gefährdungen fehlen: Was die KI nicht kennt, muss der Verantwortliche manuell ergänzen. Wie etwa spezielle Arbeitsabläufe, ältere oder nachträglich umgebaute Maschinen, provisorische Arbeitsplätze, Alleinarbeit oder das Zusammenwirken mehrerer Gewerke auf einer Baustelle.
- Maßnahmen ohne Verantwortlichen und Frist: Jede vorgeschlagene Maßnahme braucht nicht nur eine Prüfung, sondern auch eine verantwortliche Person und eine Umsetzungsfrist. Erst das schafft die Grundlage für die Wirksamkeitskontrolle nach § 3 ArbSchG („Grundpflichten des Arbeitgebers“).
Im Arbeits- und Gesundheitsschutz sind oft individuelle Lösungen nötig. Eine Gefährdungsbeurteilung betrifft auch die Lage einzelner Beschäftigter, etwa einer schwangeren Mitarbeiterin oder eines Beschäftigten nach einer betrieblichen Wiedereingliederung mit eingeschränkter Belastbarkeit (BEM). Solche Einschätzungen verlangen Erfahrung und Menschenkenntnis, die weder ein Sprachmodell noch eine KI-basierte Software mitbringt.
Häufige Fehler bei Gefährdungsbeurteilungen mit KI
Hin und wieder erreichen uns Anfragen, ob wir eine mit KI erstellte Gefährdungsbeurteilung überarbeiten und rechtssicher machen können. Dabei fallen uns die folgenden Fehler besonders auf.
- Ein frei zugänglicher Chatbot wie ChatGPT zieht mitunter veraltete oder falsche Vorschriften heran oder nennt Paragrafen, die es nicht gibt.
- Die KI übersieht, wie mechanische, elektrische, thermische und chemische Gefährdungen zusammenwirken.
- Die vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen bleiben unkonkret und ordnen sich nicht nach der gesetzlichen Rangfolge im STOP-Prinzip.
- Die Dokumentation genügt im Schadensfall nicht als rechtssicherer Nachweis gemäß § 6 ArbSchG („Dokumentation“).
Diese Schwächen lassen sich nicht wegprompten. Sie folgen daraus, dass die KI den Arbeitsplatz nicht gesehen hat und logischerweise keine Verantwortung trägt.
Gefährdungsbeurteilung mit KI erstellen spart Zeit und Kosten?
Eine mit KI günstig erstellte Gefährdungsbeurteilung wird dann teuer, sobald sie einer Prüfung nicht standhält. Bei einer Betriebsbegehung prüfen die Berufsgenossenschaft oder die Arbeitsschutzbehörde, ob eine Gefährdungsbeurteilung vorliegt und ob sie zur tatsächlichen Lage im Betrieb passt.
Stellt die Behörde Mängel fest, kann sie nach § 22 Abs. 3 ArbSchG („Befugnisse der zuständigen Behörden“) anordnen, dass der Betrieb nachbessert. Erst wenn ein Arbeitgeber dieser vollziehbaren Anordnung nicht nachkommt, droht ein Bußgeld. Es kann nach § 25 ArbSchG („Bußgeldvorschriften“) bis zu 30.000 Euro betragen.
Eine fehlende Gefährdungsbeurteilung allein zieht also nicht sofort ein Bußgeld nach sich, wohl aber das Übergehen der behördlichen Anordnung. Hinzu kommt die Haftungsfrage nach einem Arbeitsunfall, bei dem eine mangelhafte Gefährdungsbeurteilung auf den Betrieb zurückfällt.
Wann sollten Sie die Gefährdungsbeurteilung erstellen lassen?
Je komplexer die Anlagen oder Gefahrstoffe und je spezieller die Branche, desto eher lohnt sich fachliche Unterstützung. Fehlt im Betrieb das nötige Fachwissen oder muss die Gefährdungsbeurteilung besonders rechtssicher sein, ist die Fachkraft für Arbeitssicherheit die sicherere Wahl. Dafür gibt es bei der 123Ingenieure GmbH zwei bewährte Wege zu einer rechtssicheren Gefährdungsbeurteilung.
Gefährdungsbeurteilung Vorlagen für acht Wirtschaftszweige und alle Branchen
Für Betriebe, die selbst aktiv werden möchten, haben die Sicherheitsingenieure der 123Ingenieure GmbH vorausgefüllte Gefährdungsbeurteilung Vorlagen für acht Wirtschaftszweige und die dazugehörigen Branchen erstellt.
Unsere Vorlagen sind rechtskonform aufgebaut und lassen sich einfach an den eigenen Betrieb anpassen. So können Sie die Gefährdungsbeurteilung auf einer geprüften Grundlage selbst erstellen, statt mit einem leeren Dokument zu beginnen. Die Vorlagen finden Sie in unserem Shop in der Produktkategorie Gefährdungsbeurteilungen.
Gefährdungsbeurteilung vor Ort nach der Betriebsbegehung
Wer die Aufgabe abgeben möchte, kann die Gefährdungsbeurteilung auch vor Ort erstellen lassen. Nach einer Betriebsbegehung erfasst eine externe Sicherheitsfachkraft der 123Ingenieure GmbH die tatsächlichen Gefährdungen am Arbeitsplatz und leitet daraus passende Schutzmaßnahmen ab. Dieser Weg ist deutschlandweit möglich und liefert Ihnen ein Arbeitsschutzdokument, das die tatsächliche Lage in Ihrem Betrieb abbildet und jeder Prüfung durch Ihre Berufsgenossenschaft oder eine Aufsichtsbehörde standhält.
Das Erstellen einer Gefährdungsbeurteilung mit KI ersetzt nicht menschliche Expertise
Eine Gefährdungsbeurteilung mit KI zu erstellen ist unter zwei Bedingungen machbar und sinnvoll:
- Die Technik muss transparent arbeiten.
- Die finale Entscheidung muss beim Menschen bleiben.
Unter diesen Voraussetzungen verschiebt sich die Arbeit, weg von zeitraubender Recherche und Analyse, hin zur fachlichen Prüfung der KI-Vorschläge.
Genau diese Prüfung setzt eigenes Wissen voraus. Wer den KI-Output nicht beurteilen kann, weil das Fachwissen fehlt, übernimmt Fehler, ohne sie zu bemerken. Fachwissen wird durch KI also nicht entwertet. Vielmehr wird es zur Kontrollinstanz, die fehlerhafte Vorschläge überhaupt erst als solche erkennt.
Hinzu kommt eine Entwicklung, die das Bild umkehrt. KI schafft im Arbeitsschutz neue Pflichten, statt sie abzuschaffen. Wer KI-Systeme im Betrieb einsetzt, muss deren Auswirkungen auf die Beschäftigten in der Gefährdungsbeurteilung bewerten, etwa psychische Belastung, Überwachungsdruck und den verbleibenden Tätigkeitsspielraum.
Häufige Fragen zu Gefährdungsbeurteilung erstellen mit KI
Was kostet es, eine Gefährdungsbeurteilung mit KI zu erstellen?
Die Preise hängen stark vom Leistungsumfang und vom Abrechnungsmodell ab. Eine eigenständige Software zur Gefährdungsbeurteilung wird meist über eine Jahreslizenz je Arbeitsplatz abgerechnet, die häufig zwischen rund 600 und 900 Euro im Jahr liegt. Umfassende Systeme für das gesamte Arbeitsschutzmanagement, in denen die KI-Funktion nur ein Baustein ist, werden nach Betriebsgröße und gebuchten Modulen kalkuliert und meist nur auf Anfrage beziffert. Hinzu kommen oft Kosten für Beratung, Einführung oder Workshops. Programme der Berufsgenossenschaften sind für Mitgliedsbetriebe teils kostenfrei.
Die KI-Funktion ist dabei selten ein eigener Posten, sie steckt in der jeweiligen Software. Bei 123Ingenieure haben Sie zwei Wege auf geprüfter Grundlage. Vorausgefüllte Vorlagen, die Sie an Ihr Unternehmen anpassen können, gibt es in unserem Onlineshop ab 197 Euro. Eine durch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit vor Ort erstellte Gefährdungsbeurteilung erhalten Sie von uns deutschlandweit ab 480 Euro je Dokument.
Wichtiger als der Preis allein ist, ob das Ergebnis einer Prüfung durch Arbeitsschutzbehörden und Berufsgenossenschaften standhält, denn eine Nachbesserung nach einer behördlichen Anordnung verursacht zusätzlichen Aufwand.
Ist eine mit KI erstellte Gefährdungsbeurteilung rechtssicher?
Eine rein maschinell generierte Gefährdungsbeurteilung bietet keine rechtliche Sicherheit. Offene Modelle neigen zu Halluzinationen und zitieren teils veraltete Vorschriften. Eine fachkundige Person sollte das Ergebnis einer KI Gefährdungsbeurteilung prüfen und die Schutzmaßnahmen an die Bedingungen im Betrieb anpassen. Erst diese Kontrolle durch einen Verantwortlichen mit Fachkenntnissen macht die Gefährdungsbeurteilung zu einem prüfungssicheren Dokument.
Kann ChatGPT eine Gefährdungsbeurteilung erstellen?
Ja, ChatGPT kann einen ersten Entwurf oder eine Gliederung liefern. Als alleinige Grundlage für den Arbeitsschutz gemäß § 5 ArbSchG („Beurteilung der Arbeitsbedingungen“) reicht das jedoch nicht aus. Hinzu kommt der Datenschutz. Sensible Betriebsdaten oder personenbezogene Daten sollten per se nicht in ein offenes Modell fließen, weil diese Eingaben je nach Anbieter zur weiteren Schulung verwendet werden können und der Schutz von persönlichen Daten und Betriebsgeheimnissen in weiterer Folge nicht gesichert ist.
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Sie möchten lieber gleich eine Gefährdungsbeurteilung, die hält? Die Sicherheitsingenieure der 123Ingenieure GmbH bewerten die Lage in Ihrem Betrieb vor Ort und verantworten das Ergebnis, von der Gefährdungsbeurteilung inklusive psychischer Belastungen bis zur vollständigen sicherheitstechnischen Betreuung. Sprechen Sie uns an, bevor die nächste Betriebsbesichtigung ansteht.