Externer Gefahrgutbeauftragter für Ihre Gefahrguttransporte auf der Straße

Ihr Unternehmen versendet oder befördert gefährliche Güter und benötigt einen externen Gefahrgutbeauftragten? Die 123Ingenieure GmbH übernimmt diese Aufgabe deutschlandweit für Gefahrguttransporte auf der Straße. Unsere Experten betreuen Unternehmen aus allen Branchen und sorgen dafür, dass alle Vorschriften rund um Ihre Gefahrgutprozesse rechtssicher eingehalten werden. Wir beraten Sie nicht nur schnell und unbürokratisch, sondern arbeiten bei hoher Qualität auch günstig: Ihr fest zugeteilter Gefahrgutbeauftragter ist bereits ab 29 € monatlich im Einsatz.

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ab 29 € monatlich

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Unternehmen, die uns ihren Arbeitsschutz anvertrauen

Leistungen

Unsere Aufgaben als Gefahrgutbeauftragter

Mit der Bestellung Ihres externen Gefahrgutbeauftragten erfüllt Ihr Unternehmen alle Anforderungen der Gefahrgutbeauftragtenverordnung (gemäß § 3 GbV „Bestellung von Gefahrgutbeauftragten“) und des Übereinkommens über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (ADR).

Unsere externen Gefahrgutbeauftragten überwachen, ob Ihre Mitarbeiter gefährliche Güter vorschriftsmäßig verpacken und kennzeichnen. Bei der jährlichen Betriebsbegehung prüfen wir außerdem die Beförderungspapiere und die Ladungssicherung vor Ort. Sie erhalten alle Ergebnisse in einem ausführlichen Begehungsprotokoll.

Für den Arbeitsalltag erhalten Ihre Mitarbeiter geprüfte Muster für Beförderungspapiere und einen Handlungsleitfaden zur Ladungssicherung. Auf Wunsch erstellen wir auch Gefährdungsbeurteilungen und Betriebsanweisungen für den Umgang mit Gefahrgut. Auf diese Weise vermeiden Sie Fehler bei der Beförderung und unnötige Verzögerungen im Versand.

Wir erstellen Ihren Jahresbericht gemäß § 8 GbV („Pflichten des Gefahrgutbeauftragten“) mit allen Angaben zu den beförderten Gefahrgütern nach Klassen und deren Gesamtmenge. Nach einem Unfall mit Gefahrgut verfassen wir den Unfallbericht nach Unterabschnitt 1.8.3.6 ADR. Außerdem unterweisen wir Ihre Beschäftigten nach Kapitel 1.3 ADR persönlich vor Ort oder online mit unserer ADR-1.3-Unterweisung.

Ihr externer Gefahrgutbeauftragter beantwortet Ihre Fragen innerhalb von 24 Stunden, für dringende Anliegen gibt es unsere 24/7-Hotline. Auch bei Behördenbesuchen und Gefahrgutkontrollen unterstützen wir Sie vor Ort und sorgen dafür, dass Sie alle notwendigen Nachweise vorlegen können.

Fässer mit Gefahrenkennzeichnung

Unsere Leistungen im Überblick

Preise

Preise/Kosten Arbeitssicherheit

Persönliche Beratung 05264 6556384

Betreuung

Gefahrgutbeauftragter ab*

29 € monatlich

* zzgl. USt.

Kontakt

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Aus unserem Team

Zwei von über 70 Experten

Thomas, Arbeitssicherheit und Prüfservice bei 123Ingenieure

Thomas

Arbeitssicherheit und Prüfservice

Warum 123Ingenieure?

„Wegen der Mischung im Team. Junge Kollegen und alte Hasen arbeiten bei uns eng zusammen, und ich lerne von beiden Seiten dazu.“

Was mir gefällt

„Die vielen unterschiedlichen Betriebe, die wir betreuen. Überall sehen die Gefährdungen anders aus, und ich muss mich jedes Mal neu hineindenken. Langweilig wird es nie.“

Saskia, Backoffice bei 123Ingenieure

Saskia

Backoffice

Warum 123Ingenieure?

„Weil ich hier mit Kunden aus allen Branchen zu tun habe. Ein Industriebetrieb tickt anders als eine Spedition oder eine Behörde, das macht meine Arbeit abwechslungsreich.“

Was mir gefällt

„Das Miteinander von Jung und Alt. Die Erfahrenen wissen, worauf es in der Praxis ankommt, die Jüngeren bringen neue Ideen mit. Das ergänzt sich gut.“

Digitalisierung

Alle Informationen an einem Ort

Mit der 123 DocuCloud erreichen Sie maximale Rechtskonformität bei maximaler Effizienz. Verwalten Sie Ihre Dokumentationen übersichtlich und sicher an einem Ort. Wir machen Bürokratie erträglich und schaffen praxisnahe Lösungen.

unterweisung.softwareby 123ingenieure

Unterweisen ohne Unterschriftenlisten

Mit unserer Unterweisungssoftware erledigen Ihre Mitarbeiter die Unterweisung online. Gestartet wird per QR-Code am eigenen Handy, dann arbeitet jeder die Inhalte durch, beantwortet die Verständnisfragen und unterschreibt auf dem Bildschirm. Der Nachweis entsteht automatisch, an fällige Wiederholungen erinnert die Software rechtzeitig.

Basiswissen

Basiswissen rund um den Gefahrgutbeauftragten

Infoflyer externer Gefahrgutbeauftragter

Hier können Sie sich den Infolyer zum Gefahrgutbeauftragten downloaden.

Wofür brauchen Unternehmen Gefahrgutbeauftragte?

Ihr Unternehmen benötigt einen Gefahrgutbeauftragten, damit gefährliche Güter sicher und nach den Vorschriften verpackt und befördert werden. Außerdem berät er die Geschäftsleitung und deckt Fehler in den Abläufen auf, bevor es zu einem Unfall oder einem Bußgeld kommt.

Als Unternehmer dürfen Sie diese Funktion auch selbst übernehmen. Alternativ können Sie einen eigenen Mitarbeiter oder einen externen Gefahrgutbeauftragten bestellen. Voraussetzung ist in jedem Fall ein gültiger Schulungsnachweis der Industrie- und Handelskammer (IHK). In § 3 Abs. 1 GbV („Bestellung von Gefahrgutbeauftragten“) heißt der Gefahrgutbeauftragte offiziell „Sicherheitsberater für die Beförderung gefährlicher Güter“.

Jedes Unternehmen, das an der Beförderung gefährlicher Güter beteiligt ist, muss nach § 3 GbV („Bestellung von Gefahrgutbeauftragten“) mindestens einen Gefahrgutbeauftragten bestellen, sofern keine Befreiung gilt. Beteiligt ist aber nicht nur das Transportunternehmen. Die Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschifffahrt (GGVSEB) gilt auch für Unternehmen, die Gefahrgut verpacken, verladen oder versenden.

Die Bestellung muss nach § 3 Abs. 1 GbV („Bestellung von Gefahrgutbeauftragten“) „in Textform“ erfolgen. Nach § 126b BGB („Textform“) genügt dafür zum Beispiel eine E-Mail, eine eigenhändige Unterschrift ist seit Juni 2025 nicht mehr nötig. Außerdem müssen Sie allen Mitarbeitern den Namen Ihres Gefahrgutbeauftragten bekannt geben, zum Beispiel per Aushang an einer für alle Mitarbeiter leicht zugänglichen Stelle.

Nach § 2 GbV („Befreiungen“) entfällt die Pflicht zum Gefahrgutbeauftragten in mehreren Fällen. Die wichtigsten sind:

  • Wenn Ihr Unternehmen im Jahr höchstens 50 Tonnen netto Gefahrgut für den eigenen Bedarf befördert, zum Beispiel Betriebsstoffe für die eigenen Baustellen. Eine Ausnahme gibt es dabei: Bei radioaktiven Stoffen der Klasse 7 gilt die Befreiung nur für die UN-Nummern 2908 bis 2911. Diese UN-Nummern kennzeichnen freigestellte Versandstücke mit geringem Gefahrenpotenzial, zum Beispiel Messgeräte mit kleinen radioaktiven Quellen oder geringe Mengen radioaktiver Stoffe.
  • Wenn Ihr Betrieb Gefahrgut ausschließlich empfängt oder bei Gefahrguttransporten anderer Unternehmen nur als Fahrer tätig ist. Das betrifft zum Beispiel selbstständige Fahrer, die im Auftrag einer Spedition fahren.
  • Wenn Ihr Betrieb im Jahr nicht mehr als 50 Tonnen netto Gefahrgut entlädt und ansonsten keine weiteren Aufgaben bei der Beförderung von Gefahrgut übernimmt.
  • Wenn Ihre Gefahrgutbeförderungen unter den Mengengrenzen nach Unterabschnitt 1.1.3.6 ADR bleiben, der sogenannten 1000-Punkte-Regel.

Ob Ihre Transporte unter 1000 Punkten bleiben, können Sie mit unserem kostenlosen ADR Rechner prüfen.

Auch wenn Ihr Unternehmen keinen Gefahrgutbeauftragten benötigt, müssen Sie Ihre Mitarbeiter in der Regel nach Kapitel 1.3 ADR unterweisen. Bei wiederholten oder schweren Verstößen kann die Behörde die Bestellung eines Gefahrgutbeauftragten trotz Befreiung anordnen. Wenn Sie unsicher sind, ob eine Ausnahme für Ihr Unternehmen gilt, prüfen wir das in einer kostenlosen Erstberatung.

Die Aufgaben ergeben sich aus § 8 GbV („Pflichten des Gefahrgutbeauftragten“) in Verbindung mit Unterabschnitt 1.8.3.3 ADR. Zusammengefasst sind es fünf Kernaufgaben:

  • Überwachung aller Abläufe mit Gefahrgut im Unternehmen
  • Beratung der Geschäftsleitung und sofortige Meldung von Mängeln
  • Schriftliche Aufzeichnungen über jede Überwachung mit Datum und überwachten Personen
  • Unfallbericht nach einem Unfall bei der Gefahrgutbeförderung
  • Jahresbericht über die Gefahrguttätigkeiten des Unternehmens

Zur Überwachung gehört auch die Prüfung, ob Ihr Unternehmen Gefahrgüter richtig einstuft und die beteiligten Mitarbeiter ausreichend schult. Als externe Gefahrgutbeauftragte übernehmen die Experten der 123Ingenieure GmbH alle fünf Kernaufgaben für Ihr Unternehmen.

Der Bericht fasst zusammen, welche Gefahrgüter Ihr Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr befördert hat. Er muss unter anderem die Gefahrgüter nach Klassen und ihre Gesamtmenge enthalten. Auch Zahl und Art der Unfälle mit gefährlichen Gütern, über die ein Unfallbericht nach Unterabschnitt 1.8.3.6 ADR erstellt wurde, gehören in den Jahresbericht. Er muss innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres vorliegen. Gemäß § 9 GbV („Pflichten der Unternehmer“) müssen Sie ihn fünf Jahre aufbewahren und der Behörde auf Verlangen vorlegen. Ihr externer Gefahrgutbeauftragter der 123Ingenieure GmbH erstellt den Bericht fristgerecht für Sie.

Ein eigener Mitarbeiter müsste zuerst eine anerkannte Schulung besuchen und die Prüfung bei der IHK bestehen. Alle fünf Jahre müsste er den Schulungsnachweis erneuern. Mit der 123Ingenieure GmbH als externem Dienstleister entfällt dieser Aufwand für Ihr Unternehmen. Unsere Gefahrgutbeauftragten kennen die Abläufe aus vielen Branchen und betrachten Ihre Prozesse mit unabhängigem Blick. Bei Urlaub oder Krankheit übernimmt ein Kollege mit gültigem Schulungsnachweis die Vertretung. Durch den monatlichen Pauschalpreis ab 29 € können Sie die Kosten für Ihren Gefahrgutbeauftragten genau einplanen.

Nach einer kostenlosen Erstberatung klären wir, welche Gefahrgüter Ihr Unternehmen in welchen Mengen befördert. Für ein unverbindliches Angebot benötigen wir unter anderem die UN-Nummern Ihrer Gefahrgüter sowie die ungefähren Jahresmengen. Ebenso wichtig ist die Zahl der Standorte, die wir betreuen sollen. Nach Angebotsannahme erhalten Sie die Bestellung mit einer Übersicht aller Aufgaben, die Ihr externer Gefahrgutbeauftragter in Ihrem Betrieb übernehmen soll.

Wir bieten die Betreuung ab 29 € im Monat zuzüglich Umsatzsteuer zum Pauschalpreis an. Alle Spesen- und Fahrtkostenpauschalen sind bereits enthalten. Der Pauschalpreis umfasst die Bestellung und die jährliche Betriebsbegehung mit Protokoll. Ebenfalls enthalten sind eine Unterweisung pro Jahr nach Kapitel 1.3 ADR und der Jahresbericht. Für Fragen per Telefon oder E-Mail entstehen Ihnen keine zusätzlichen Gebühren. Die genauen Kosten für Ihren Gefahrgutbeauftragten können wir Ihnen nach der kostenlosen Erstberatung in einem unverbindlichen Angebot nennen.

Wenn Ihr Unternehmen keinen Gefahrgutbeauftragten bestellt, obwohl es dazu verpflichtet ist, liegt nach § 10 GbV („Ordnungswidrigkeiten“) eine Ordnungswidrigkeit vor. Gemäß dem Gefahrgutbeförderungsgesetz (GGBefG) kann die Behörde dafür ein Bußgeld von bis zu 50.000 € verhängen (§ 10 GGBefG „Ordnungswidrigkeiten“). Ordnungswidrig handelt außerdem, wer einen Gefahrgutbeauftragten ohne gültigen Schulungsnachweis bestellt oder den Jahresbericht nicht fünf Jahre aufbewahrt.

Seit dem 11. Juli 2026 kann die Kontrollbehörde fehlende Gefahrgutbeauftragte zudem als Verstoß der Gefahrenkategorie I einstufen. Das ist die höchste von drei Kategorien. Die Grundlage dafür ist die Anlage 3 der Verordnung über die Kontrollen von Gefahrguttransporten auf der Straße und in den Unternehmen (GGKontrollV), die durch die Sechzehnte Verordnung zur Änderung gefahrgutrechtlicher Verordnungen aktualisiert wurde (BGBl. 2026 I Nr. 200). Dort steht unter Gefahrenkategorie I die „Nichtbenennung eines Sicherheitsberaters (Gefahrgutbeauftragter) für jedes Unternehmen, sofern erforderlich“.

Die Verantwortung für die Beförderung gefährlicher Güter bleibt immer bei Ihnen als Unternehmer. Der Gefahrgutbeauftragte berät und überwacht die Gefahrgutprozesse, die Entscheidungen trifft aber die Geschäftsleitung. Ein Gefahrgutbeauftragter muss nur für seine eigenen Pflichten (Aufgaben) geradestehen, beispielsweise wenn er den Jahresbericht nicht rechtzeitig erstellt.

Als Unternehmer müssen Sie Ihrem Gefahrgutbeauftragten nach § 9 GbV („Pflichten der Unternehmer“) alle Auskünfte und Unterlagen geben, die er für seine Arbeit benötigt. Wegen seiner Tätigkeit dürfen Sie ihn nicht benachteiligen. Einzelne Pflichten können Sie nach § 9 Abs. 2 OWiG („Handeln für einen anderen“) auf beauftragte Personen im Betrieb übertragen. Diese Mitarbeiter müssen nach Kapitel 1.3 ADR unterwiesen sein.

Nach § 3 Abs. 3 GbV („Bestellung von Gefahrgutbeauftragten“) darf als Gefahrgutbeauftragter nur bestellt werden, wer einen gültigen Schulungsnachweis für den jeweiligen Verkehrsträger besitzt. Den Schulungsnachweis nach § 4 GbV („Schulungsnachweis“) stellt die zuständige IHK aus. Vorher muss der Bewerber eine anerkannte Schulung besuchen und eine Prüfung bestehen. Alle externen Gefahrgutbeauftragten der 123Ingenieure GmbH besitzen einen gültigen Schulungsnachweis für den Verkehrsträger Straße.

Der Schulungsnachweis gilt fünf Jahre ab dem Prüfungsdatum. Vor Ablauf der Frist muss der Inhaber erneut eine Prüfung bei der IHK bestehen, dann verlängert sich die Gültigkeit nach § 4 GbV („Schulungsnachweis“) um weitere fünf Jahre. Legt er die Prüfung innerhalb der letzten zwölf Monate ab, geht dabei keine Restlaufzeit verloren. Unabhängig davon sollte sich ein Gefahrgutbeauftragter alle zwei Jahre fortbilden, weil das ADR in diesem Rhythmus neu erscheint und sich die Vorschriften für die Beförderung gefährlicher Güter dabei ändern. Mit einem externen Gefahrgutbeauftragten der 123Ingenieure GmbH sind Sie immer auf der rechtssicheren Seite, weil unsere Experten stets nach den aktuellen Vorschriften arbeiten.

Wir betreuen Betriebe aus unterschiedlichen Branchen und kennen deren besondere Anforderungen, wie beispielsweise:

  • Chemische Industrie, für die wir die aufwendige Einstufung vieler verschiedener Gefahrgüter übernehmen
  • Logistik- und Transportunternehmen, bei denen wir vor allem Kennzeichnung und Ladungssicherung überwachen
  • Maschinenbau, wenn einzelne Betriebsstoffe regelkonform mit der Maschine ausgeliefert werden müssen
  • Krankenhäuser und Entsorgungsbetriebe mit medizinischen Abfällen, für die wir auf Wunsch auch die Aufgaben des Abfallbeauftragten übernehmen
  • Verpackungshersteller, die wir bei der Zulassung und sicheren Verwendung ihrer Verpackungen für Gefahrgut beraten
  • Nuklearmedizin und Betriebe mit radioaktiven Stoffen der Klasse 7, bei denen wir neben dem ADR auch das Strahlenschutzrecht und die Genehmigungsverfahren berücksichtigen

Für Beschäftigte, die mit radioaktiven Stoffen arbeiten, bieten wir zusätzlich die Strahlenschutzunterweisung als E-Learning in 21 Sprachen an.

Nein, der Gefahrgutbeauftragte ist für den Transport gefährlicher Stoffe zuständig. Als Gefahrstoff gilt ein gefährlicher Stoff dagegen beim Umgang im Betrieb, zum Beispiel bei der Lagerung und Verwendung. Hier gelten die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) und die CLP-Verordnung (Verordnung (EG) Nr. 1272/2008). Viele Stoffe fallen in beide Bereiche. Ein typisches Beispiel ist Benzin, das im Lager als Gefahrstoff und im Tankwagen als Gefahrgut gilt.

Für den Umgang mit Gefahrstoffen ist der Arbeitgeber verantwortlich. Viele Unternehmen benennen dafür einen Gefahrstoffbeauftragten, der zum Beispiel die Gefährdungsbeurteilung nach § 6 GefStoffV („Informationsermittlung und Gefährdungsbeurteilung“) und das Gefahrstoffverzeichnis betreut. Anders als der Gefahrgutbeauftragte ist der Gefahrstoffbeauftragte gesetzlich nicht vorgeschrieben.

Das ADR wird alle zwei Jahre überarbeitet. Die Fassung ADR 2027 gilt ab dem 1. Januar 2027 mit einer Übergangsfrist bis zum 30. Juni 2027. Für Ihr Unternehmen ist vor allem die erweiterte Unterweisungspflicht nach Kapitel 1.3 ADR wichtig. Bisher mussten nur angestellte Mitarbeiter unterwiesen werden. Künftig gilt die Unterweisungspflicht für alle Personen, die an der Beförderung beteiligt sind, also auch für Selbstständige wie freie Fahrer oder Subunternehmer. Welche Inhalte die Unterweisung abdecken muss, erfahren Sie auf unserer Seite zur ADR-1.3-Unterweisung.

Lithiumbatterien sind beim Transport immer Gefahrgut der Klasse 9, unabhängig von ihrer Größe. Je nach Bauart erhalten sie eine eigene UN-Nummer, zum Beispiel UN 3480 für Lithium-Ionen-Batterien. Die Grenze von 100 Wattstunden entscheidet nur darüber, ob Ihr Unternehmen Erleichterungen nach Sondervorschrift 188 ADR nutzen darf. Lithium-Ionen-Batterien bis 100 Wh und Zellen bis 20 Wh dürfen Sie unter vereinfachten Bedingungen verpacken und kennzeichnen. Beschädigte oder defekte Batterien unterliegen der Sondervorschrift 376 ADR und dürfen nur in dafür zugelassenen Verpackungen befördert werden.

Auch Blei-Säure-Batterien, wie sie in vielen Gabelstaplern stecken, sind Gefahrgut. Sie gehören zur Klasse 8 (UN 2794). Welche Pflichten die EU-Batterieverordnung zusätzlich für Staplerbatterien und Industriebatterien bringt, erfahren Sie in unserem Beitrag zur EU-Batterieverordnung.

Karte von Deutschland mit 15 eingezeichneten Standorten von Rostock bis München

Kartengrundlage: Natural Earth, gemeinfrei.

Unsere Standorte

Deutschlandweit für Sie vor Ort

Mit der 123 Ingenieure GmbH haben Sie einen Dienstleister aus Ihrer Nachbarschaft. Unsere Experten kommen regelmäßig genau dahin, wo Sie uns brauchen: in Ihr Unternehmen. Auch bei Audits, Begehungen durch die BG oder durch Behörden sind unsere Experten an Ihrer Seite und begleiten Sie.